Kategorie: Pressemitteilung

Tour de Natur 2019 trotzt kühlem Wetter im Sinne Europas

Rund 50 Radlerinnen und Radler, auch ein Jogger, erklimmen die Burgruine Münzenberg

Die Stimmung in Europa ist derzeit nicht immer eitel Sonnenschein. Mal ein paar dunkle Wolken im Westen, mal etwas trübe Stimmung im Osten. Aus dem Süden gewittert es sogar manchmal und im Nordwesten möchte man am Liebsten davonlaufen. Es ist nicht immer leicht, aber dennoch lohnt es sich, zusammen zu halten und die Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

Ähnlich wie in Europa hatten auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Tour de Natur mit verschiedenen Widrigkeiten und Herausforderungen zu kämpfen. Bei der traditionellen Radtour, organisiert vom Bündnis 90/DIE GRÜNEN Ortsverband Bad Nauheim, waren die Vorhersagen auch nicht die Besten. Dennoch folgten rund 50 Natur- und Politikinteressierte der Einladung. Bereits zum 15. Mal startete man nach der Begrüßung durch die Ortsvorsitzenden Brigitta Nell-Düvel und technischen Instruktionen von Martin Düvel im Bad Nauheimer Sprudelhof zur Tour. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern fanden sich neben der Fraktion, Mitgliedern und dem Vorstand aus Bad Nauheim grüne Vertreter aus Land und Kreis: Die Landtagsabgeordnete Kathrin Anders nahm sich ebenso extra Zeit für die Wetterauer Tour wie Kreisvorstand Myriam Gellner und der Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion Michael Rückl.

     

Gemeinsam ging es nach dem Start in der Jugendstilanlage aufgereiht wie auf einer Perlenschnur den Berg hinauf entlang der L3134 in Richtung Steinfurth. Das Rosendorf ließen die Rennfahrer schnell hinter sich und machten sich auf durch die Breitwiese in Richtung Oppershofen und weiter nach Rockenberg. Hier wartete auf das gemischte Fahrerfeld aus Jung und Alt die Verpflegungsstation. Mit freundlicher Unterstützung und vor allem einer Menge an wohlschmeckenden Äpfeln und Bananen vom langjährigen Tour-Sponsor Bio-Lieferdienst Querbeet konnte sich das Peloton vor der abschließenden Steigung zur Burgruine Münzenberg die nötige Stärkung abholen. „Bei dieser Pause, wie auf der gesamten Fahrt, gab es viele interessante Gespräche zur Lokalpolitik, dem Klimawandel und der Initiative „Fridays for Future“ der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg wie auch zur anstehenden Europawahl am 26. Mai“, freute sich die Mitorganisatorin Nell-Düvel.

Bei Gegenwind und frischen, knapp zweistelligen Temperaturen erklommen alle Radler den Schlussanstieg auf die Burgruine Münzenberg. Nach der Abfahrt zum Bahnhof erwarteten die Finisher Salzbrezeln und ein Gläschen Sekt zum Anstoßen auf den gemeinsamen Tour-Erfolg. Hier zeigte sich endlich die Sonne, die dann auch die traditionelle Rückfahrt mit der Museumseisenbahn der Eisenbahnfreunde Wetterau begleitete.

Tour de Natur 2019: Mit dem Fahrrad in Richtung neues Europa

Der Ortsverband Bündnis90/DIE GRÜNEN Bad Nauheim (www.gruene-bad-nauheim.de) lädt bereits zum 15. Mal zu seiner traditionellen Fahrradausfahrt durch das Wettertal – der Tour de Natur. Das Frühjahrs-Highlight findet am Sonntag, 05. Mai 2019 um 14 Uhr statt, und steht in diesem Jahr voll und ganz im Zeichen der anstehenden Europawahl. Treffpunkt und Abfahrt ist wieder wie gewohnt im Sprudelhof. Eingeladen sind Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer jeden Alters, die Lust haben auf eine schöne, gemütliche Familien-Radtour entlang der Wetter nach Münzenberg. Für die kostenlose Rückfahrt steht am Ende der Tour wieder die historische Museumseisenbahn der Eisenbahnfreunde Wetterau e.V. zur Verfügung. Die Fahrräder werden mittransportiert. Gegen 18.30 Uhr endet die Fahrt am Bahnhof Nord von Bad Nauheim.

Mit der ganzen Familie durch die Wetterau

Getreu dem Motto: Ändere nie ein funktionierendes System radeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch in diesem Jahr die gemütliche Tour entlang der Wetter und durch Streuobstwiesen ins Rosendorf Steinfurth. Über Oppershofen und Rockenberg geht es über eine kleine Steigung bis hoch zur Münzenburg. Vor dem finalen Anstieg gibt es eine immer wieder gern genommene Stärkung durch den langjährigen Tour de Natur-Sponsor und Partner Querbeet. Queerbeet ist ein Bio-Lieferservice von ökologischen Lebensmitteln aus dem Rhein-Main-Gebiet und seit vielen Jahren fester Bestandteil des Tour-Trosses. Am Bahnhof Münzenberg wartet ein weiterer Erfrischungstand auf die erfolgreichen Teilnehmer.

Es grüßt das neue Europa

Die diesjährige Radtour findet genau drei Wochen vor der Europawahl am 26. Mai statt. Mitveranstaltern und Vorsitzende des Ortsverbandes Bündnis90/DIE GRÜNEN Bad Nauheim, Brigitta Nell-Düvel, freut sich schon auf die interessierten Fragen und spannenden Gespräche mit den Radlerinnen und Radlern. „Wir Grüne stehen für ein ökologisches, demokratisches und soziales Europa“, betont die Schwalheimerin, „und ich bin voller Vorfreude auf die lebhaften Diskussionen und den Austausch während der Tour. Neben den Bad Nauheimer Grünen nimmt auch wieder die Bundestagsabgeordnete Kordula Schulz-Asche an de Tour teil, alle stehen für Fragen und Anregungen zu Verfügung. Für die sichere und entspannte Rückkehr der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgt die Museumseisenbahn der Eisenbahnfreunde Wetterau e.V. mit ihren historischen Waggons. Die Bad Nauheimer Grünen unterstützen mit diesem Angebot das ehrenamtliche Engagement der Eisenbahnfreunde, die mit ihren historischen Eisenbahnfahrten eine Attraktion in der Wetterau darstellen. Abfahrt ist um 17:30 Uhr am Bahnhof Münzenberg.

Kontakt

Brigitta Nell-Düvel

Oliver Westphal

Ortsverbandsvorsitzende Bündnis90/DIE GRÜNEN Bad Nauheim

Salinenstraße 35

61231 Bad Nauheim

Sondierung einer kommunalen Beteiligung für Gespräch mit dem potentiellen Windkraftbetreiber EnBW

Bad Nauheimer und Wölfersheimer GRÜNE wollen, dass ihre Kommunen das Gespräch mit dem potentiellen Windkraftbetreiber EnBW (Energie Baden-Württemberg AG) suchen

 

Aktuell nimmt der „Sachliche Teilplan Erneuerbare Energien“ (TPEE), der die Windvorrangflächen in der Region festlegen soll, konkrete Gestalt an. Die Verbandskammer des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain hat ihn im Dezember beschlossen. Aller Voraussicht nach folgt der zur Inkraftsetzung des Teilplans noch nötige Beschluss der Regionalversammlung in Kürze. Damit wäre dann ein ca. 87 ha großes Areal zwischen Bad Nauheim und Wölfersheim (auf dessen Gebiet der größte Teil liegt) Vorrangfläche. Die beiden Bürgermeister haben sich ablehnend zu diesem Plan geäußert. Er kommt dennoch. Deshalb sprechen sich die GRÜNEN Fraktionen in beiden Kommunen dafür aus, mit der Realität umzugehen. Laut Presseberichten hat die EnBW mit Grundstückseignern Vorverträge abgeschlossen. Nach Ansicht der GRÜNEN sollen die Kommunen nun das Gespräch mit der EnBW suchen, um Möglichkeiten einer kommunalen Beteiligung auszuloten.

Die Bad Nauheimer Fraktionsvorsitzende Claudia Kutschker: „Wir teilen ja die Kritik der Bürgermeister, nach der die Allgemeinheit so gut wie keinen Nutzen von auf privatem Grund entstehenden Windkraftanlagen hat. Weil sie aber offensichtlich nichts hilft, raten wir, offensiv mit der Sache umzugehen. Unsere Überlegungen gehen davon aus, dass die EnBW eine AG ist, an der die kommunale Hand die Mehrheit hält. Und die Frage der Windkraft ist immer auch eine ihrer Akzeptanz. Wir ziehen daraus den Schluss, dass es Sinn macht, mit der EnBW über deren Pläne zu reden und eine kommunale Beteiligung einzufordern.“

Ihr Wölfersheimer Kollege Michael Rückl: „Mit einer möglichen kommunalen Beteiligung soll aber kein Risiko verbunden sein. Wir verstehen darunter, dass die Kommunen, ähnlich wie die Grundstückseigner, eine jährliche Zahlung bekommen. Immerhin trägt die Allgemeinheit auch die Lasten, wenn solche Anlagen am Ort entstehen. Dafür sollte es einen Preis geben, der für die Akzeptanz sorgt, die solche Anlagen brauchen. Auch eine finanzielle Beteiligung an der Investition könnte möglich sein, wenn z.B. eine Beteiligung am Betriebsgewinn ohne Verlustrisiko möglich ist.“

„Zwar gehen wir davon aus“, so Kutschker und Rückl, „dass das Geschäftsmodell der EnBW keinen kommunalen Ausgleich vorsieht. Aber das Unternehmen weiß auch um die Sensibilität bei der Errichtung solcher Anlagen. Deshalb halten wir eine Initiative von Seite der Kommunen für lohnend. Damit entlassen sie den Investor nicht aus der Verantwortung, die er gerade als kommunal getragenes Unternehmen kennen und der er verpflichtet sein sollte. Den entsprechenden Antrag, um über einen solchen Vorstoß zu diskutieren, haben wir in beiden Kommunalparlamenten gestellt.“

 

 

Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Bad Nauheim
c/o Claudia Kutschker, Gutenbergstr. 11c, 61231 Bad Nauheim, claudia@kutschker.de, 0152-29532418

Fraktion in der Gemeindevertretung Wölfersheim
c/o Michael Rückl, Haagstr. 15, 61200 Wölfersheim, michael.rueckl@gruene-wetterau.de, 0172 – 7369692

Haushaltsrede Bad Nauheim 2019/2020, Bündnis90/Die Grünen (Dr. Martin Düvel)

Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren,

Haushalt 2019/2020: Ziel erreicht! Unter dem Strich: Dauerhaft keine roten Zahlen mehr!

Wer hätte das gedacht, jetzt sieben Jahre nach dem Experiment Schwarz-Grün in Bad Nauheim, dass ja bereits wieder Geschichte ist? – Die Kurve zeigt seither stetig und stabil nach oben!

Die Entwicklung der Jahresergebnisse kann ja eindeutiger nicht sein! Am Jahresende stehen wir wieder im Plus. Das Zahlenwerk spricht eine positive Sprache.

Dazu hat uns der von Schwarz-Grün in Wiesbaden neugeregelte Kommunale Finanzaus-gleich sehr geholfen, das Minus im Haushalt nun deutlich schneller als erwartet, auszu-gleichen.

Auch wenn wir dann natürlich nicht komplett schuldenfrei sein werden, so haben wir eins erreicht! Bad Nauheim hat die volle Handlungsfreiheit über die Gestaltung der Investitio-nen, der Abgaben und der freiwilligen Leistungen zurückgewonnen. – natürlich innerhalb der gesetzlichen Vorgaben.

Ich danke dem Kämmerer, dass er bei der Vorlage seines Zahlenwerkes hier im Parla-ment für die Verdienste seiner Vorgängerin Worte der Würdigung fand.

Es wird weiter investiert!

Da ist vor allem das Baugebiet Süd, dessen Planung wir Grünen mittragen. Natürlich ist es schmerzlich, dass dort Ackerboden verloren geht. Der Siedlungsdruck im Rhein-Main-Gebiet hält jedoch unvermindert an. Das ist die Realität. Wir benötigen neue Wohnun-gen. Was wir aber nicht wollen, das sind zum Beispiel überdimensionierte Logistikzentren oder einen ungebremsten Flächenverbrauch für neue Gewerbegebiete.

Da, wo es sich im Hinblick auf eine sinnvolle Stadtentwicklung anbietet, sollte auch die Umwidmung von Gewerbegebieten in neue Wohngebiete ins Auge gefasst werden, wie zum Beispiel in der Vergangenheit das Wohngebiet am Goldstein oder jetzt aktuell der neu geschaffene Wohnraum rund um die Dieselstraße.

Das Thermalbad war marode und musste nach dem allerletzten Aufschub der Genehmi-gungsbehörden geschlossen werden. In wenigen Monaten ist der Bau komplett ver-schwunden. Der Fortbestand der Therme durch einen Neubau ist beschlossene Sache!

Dem nun geplanten Neubau mit Einbindung des Badehauses 2 hatten die Grünen kei-neswegs einstimmig begrüßt. Wir hatten Bedenken ganz besonders im Hinblick auf die Auflagen des Denkmalsschutzes. Und wir hatten die Befürchtung, dass mit diesem Be-schluss das Aus der Städtischen Spielstätte besiegelt wird. Es gibt jetzt Hoffnung, dass sich das nicht bewahrheitet. Wenn die Pläne tatsächlich umgesetzt werden, die Spielstät-te im Badehaus 3 mit einem Neubau unterzubringen, findet das unsere volle Zustim-mung. Ein Wermutstropfen ist! Noch sind die Aufträge nicht vergeben.

In Bad Nauheim können Pläne auch ad Acta gelegt werden. Manchmal sogar nur Monate, nachdem sie beschlossen wurden. Wir sehen das ja jetzt bei den Plänen der Wohnbebau-ung im Sprudelhofareal. Da begrüßen wir ausdrücklich die Kehrtwende! Schon Anfang des Jahres, als das Parlament sich mit 37 zu 4 Stimmen für das Hölzinger-Konzept ent-schieden hatte, hatten wir uns mehrheitlich dagegen ausgesprochen.

Doch wenn wir von ganz weit oben auf die Probleme dieser Welt schauen, dann ist die Thermenlösung im Großen und Ganzen betrachtet nur ein „Problemchen“. Wir sind uns ja einig, dass wir eine Therme wollen. Sie wird gebaut! Ja, in der Demokratie darf sich auch die Mehrheit mal irren.

Und was gibt es positives zu berichten? – Bad Nauheim investiert in die Zukunft!

  • Der Waldpflegeplan: Der Bad Nauheimer Wald soll nachhaltig denkmalgerecht be-wirtschaftet werden. Die Zertifizierung nach den FSC-Richtlinien ist umweltpolitisch wertvoll. Der Wald soll wie bisher allen Nauheimern und ihren Gästen zur Erholung dienen. Die Umsetzung wird von externem Fachverstand begleitet. Die Mehrheit stimmt dafür. Das ist gut so.
  • Der Verkehrsentwicklungsplan, den wir hier vor drei Jahren fast einstimmig be-schlossen haben. Erklärtes Ziel ist eine umweltverträglichere Mobilität für jeder-mann und jede Frau. Weniger Autoverkehr in der Innenstadt, mehr Parkplätze an den Stadtrand und die weitere Förderung des Radverkehrs. – Unverzichtbar und absolut notwendig für die anstehende Rezertifizierung als Heilbad!
  • Die Kanalsanierung mit der gelungenen Aufwertung der Stresemannstraße. Die Sanierung des Ernst-Ludwig-rings und die Aufwertung des Karlsbrunnenplatzes.
  • Unsere Stadtwerke sind innovativ mit der Verlegung von Glasfaserkabeln vorange-gangen, die Telekom hat mit Breitbandkabeln nachgezogen. Wir bieten freies WLAN im Innenstadtbereich und im Stadtbus. Damit ist Bad Nauheim medientech-nisch eine Vorbild-Kommune in der Wetterau.

Unser Fazit: Die Innenstadt lebt!

Auch kleine Dinge tragen zur Verbesserung der Lebensqualität unserer Stadt bei:

  • das Car-sharing-Angebot für umweltbewusste Wenigfahrer, jetzt schon mit drei Fahrzeugen
  • der Ausbau der E-Mobilität.
  • die Auszeichnung Bad Nauheims als Fairtrade Stadt,
  • der Umweltpreis der Stadt Bad Nauheim, der alle zwei Jahre ausgelobt wird.

Zu guter Letzt: Ausdrücklich ein Danke an die Verwaltung, insbesondere an die Fach-bereichsleiter aller Fachbereiche für die gute Arbeit!

Es ist wohltuend festzustellen, dass der Kämmerer Peter Krank mit ruhigen und konstruk-tiven Wortmeldungen in den Ausschusssitzungen zur Lösungsfindung beiträgt. Wir haben die Aufsicht über die Haushaltsführung in gute Hände übergeben.

Schritt für Schritt haben wir im Rathaus, im Magistrat, im Parlament und in den Aus-schüssen den Konsolidierungskurs gehalten. Das ging sogar in den diesjährigen Haus-haltsberatungen interfraktionell überraschend einhellig – Wir haben damit Bad Nauheim nachhaltig auf die Erfolgsspur gelenkt. Jetzt zahlt es sich aus! Ich wiederhole meine Schlussworte aus 2016

Steigende Gästezahlen, steigende Einwohnerzahlen und ein steter Zuwachs an kurstadtverträglichem Gewerbe: die Abstimmung mit den Füßen spricht für den Erfolg unserer Konsolidierung. Zudem blicken wir auf eine solide Finanzpolitik.

Deshalb: wir Grünen stimmen dem vorliegenden Haushaltsplan für 2019/2020 zu und blicken weiter optimistisch in die Zukunft Bad Nauheims.

Brigitta Nell-Düvel: „Um was es gehen sollte, die Wahl in Bayern hat es gezeigt: Der Klimawandel darf nicht außer Kontrolle geraten“

Ende Oktober sind Hessenwahlen. Normalerweise ist dann Herbst. Aber in diesem Jahr ist alles anders. Seit sechs Monaten herrscht Dauersommer. Es zeigt, um was es aktuell gehen sollte bei dieser Wahl: Um entschiedenen Klimaschutz, um Klimaanpassungsstrategien.

„Es reicht, auf ein paar Ereignisse aus den letzten Tagen zu schauen“, so Brigitta Nell-Düvel, GRÜNEN-Direktkandidatin im nördlichen Wetteraukreis. „Der Weltklimarat erhebt seine Stimme und macht drastisch deutlich, dass der weltweite Temperaturausstieg dringend auf-gehalten und auf 1,5 Grad begrenzt werden muss. Die Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, das Ehepaar Assmann, fordern von Europa eine globale Solidarität im Umgang mit ökonomischen und natürlichen Ressourcen ein – damit es eine Zukunft nachfolgender Generationen überhaupt noch geben kann. Der Hambacher Forst ist das Symbol für die Fra-ge, wann endlich Ernst gemacht wird mit dem Umsteuern in der Klimapolitik. Dagegen duckt sich die Bundesregierung auf EU-Ebene bei der Entscheidung über die CO2-Reduktion bei Kraftfahrzeugen weg. Sie stimmt lediglich einer um 35% zwischen 2020 und 2030 zu.“

„Alle diese Beobachtungen machen deutlich“, so Nell-Düvel, „dass es höchste Zeit ist, beim Klimaschutz endlich entschieden zu handeln. Mir war wichtig, im laufenden Wahlkampf wie-der die Plakate aufzuhängen, die den blauen Planeten mit dem Slogan „Es gibt keinen Planet B“ zeigen. Ich will damit die Botschaft senden, das übergeordnete Ziel „Klimaschutz“ ist ein-fach alternativlos, um es mal im Sprachstil der Bundeskanzlerin auszudrücken. Wenn wir das Wissen um die Ursachen des Klimawandels nicht als Handlungsanleitung für eine Reduktion des Kohlendioxidausstoßes begreifen, werden wir sehenden Auges in eine nicht mehr le-benswerte Zukunft schliddern.“

„Die Lage der öffentlichen Haushalte ist so gut wie seit langem nicht. Wir müssen und wir können jetzt in die klimagerechte Zukunft investieren. Dazu gehören nicht nur Maßnahmen des Klimaschutzes, sondern auch Klimaanpassungsstrategien auf allen Ebenen, in der Kom-mune, dem Kreis, dem Land, dem Bund. Denn Dürrezeiten, Starkregen und Überschwem-mungen sind keine Ausnahmen mehr, sie entwickeln sich zur Regel. Sie sind für die Betroffe-nen furchtbar und für die Allgemeinheit immer teurer.“

„Deshalb begrüße ich die Genehmigung der drei Windräder im Wald bei Münster durch den RP. Vollkommen unverständlich ist für mich die Entscheidung des Butzbacher Stadtparlamen-tes, trotz möglicher Regressforderungen von bis zu einer Millionen Euro für die Stadt, die Windräder abzulehnen. Für Windräder müssen einige wenige Bäume gefällt werden. In der Abwägung ist es ein sinnvoller Beitrag zur langfristigen Erhaltung der Wälder. Die unge-bremste Erwärmung bedroht die Lebenskraft der Bäume wesentlich mehr! Wir alle kennen die durch vermehrte Stürme umgelegten Waldflächen oder hören von der Vernichtung von Wald durch klimabedingten Borkenkäferbefall. Selbstverständlich trete ich für einen Ausbau der Windkraft unter Berücksichtigung der Naturschutzbelange und der gesetzlichen Vorga-ben wie Abstandsregelungen ein, das stellt die Prüfung durch den RP sicher. Das Verständnis für die Bedeutung der alternativen Energieerzeugung und den dringend notwendigen Aus-stieg aus der Kohleverstromung wächst. Und das sollte die Politik umsetzen! Die Menschen spüren, dass der Klimawandel die eigentliche Bedrohung ist – und nicht etwa Migration. Ich denke, dass wir dies, wie in Bayern, auch in Hessen an der Wahlurne sehen werden!“

 

Kontakt:
Brigitta Nell-Düvel
Landtagskandidatin Bündnis90/DIE GRÜNEN Wetterau III
Salinenstraße 35
61231 Bad Nauheim
info@gruene-bad-nauheim.de

Grüne Bad Nauheim beantragen regelmäßige Entsorgung des Straßenrandmülls der B3a

Das globale Problem ist, dass Plastik fast überall im Gebrauch ist und dass es die Meere verschmutzt. Wir alle kennen die Bilder von den Müllstrudeln im Meer, also quadratkilome-tergroße Flächen von aneinandergereihten Plastiktüten im Meer. Wir müssen darüber nach-denken, wie wir dahin kommen, den Plastikmüllberg zu verkleinern. Deutschland ist leider Europameister. Wir produzieren mit Abstand am meisten Verpackungsmüll in der gesamten Europäischen Union – insgesamt und pro Kopf. Auf diesen Meistertitel können wir nicht stolz sein.

Wie kann man darauf reagieren? – Wir müssen natürlich Plastikmüll vermeiden. Unnötige Verpackungen müssen vermieden werden. Wir brauchen mehr Recycling, und wir brauchen Produkte, die nicht direkt nach einmaligem Gebrauch vernichtet, also verbrannt, oder viel-leicht, wenn es hoch kommt, recycelt werden.

Der Trend zur Wegwerfkultur muss gestoppt werden. Wir leben bereits jetzt schon über die Grenzen unseres Planeten hinaus. Sicherlich benötigen wir weiterhin das Material Kunststoff, das in vielen Bereichen wie z. B. der Medizin unabdingbar ist. Aber wir müssen einfach wegkommen von unserer Ex-und-hopp-Kultur, sonst schaufeln wir uns unser eige-nes Plastikgrab.

Alternativen gibt es. Es gibt biologisch abbaubare Stoffe. Es gibt nachwachsende Roh-stoffe. Es gibt Mehrwegverpackungen. All das gibt es schon. Es gibt Läden wie „Unver-packt“, also Läden, zu denen man hingehen und sich selbst seine Lebensmittel in mitge-brachte Behälter abpacken kann. Es gibt Alternativen wie Bee’s Wrap, also eine Bienen-hülle, ganz aus Öl und Wachs bestehende Baumwollgewebe, die eine Alternative zu Plastik darstellen und innerhalb von sechs Wochen abbaubar sind statt wie Plastik, dass innerhalb von 100 Jahren allmählich zerbröselt.

Bis die hier beschriebenen Alternativen greifen, die wir hier im Stadtparlament zwar disku-tieren aber nicht beschließen können, müssen wir auf lokaler Ebene handeln. Denn der Plastikmüll fliegt von den Straßenrändern auch auf die nahliegenden Felder, wird dort schön kleingehackt und landet irgendwann in den Mägen der Kühe und Schweine und möglicherweise sogar in unseren eigenen Mägen. Das müssen wir verhindern.

Wenn wir schon die Ursachen hier im Moment nicht abstellen können, müssen wir im Mindesten den Müll regelmäßig beseitigen!

Aus diesem Grund stellen die Grünen Bad Nauheims zur nächst möglichen Stadtparlaments-sitzung den folgenden Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt mit hoher Priorität darauf hinzuwirken, dass die Straßenränder der B3 auf Bad Nauheimer Stadtgebiet in regelmäßigen Abständen – im Sommerhalbjahr mindestens einmal monatlich – gereinigt werden und der Straßenrandmüll, der überwiegend aus Plastikmüll besteht, ordnungsgemäß entsorgt wird.

 

Plakatwand aufgenommen in Friedberg Fauerbach von Dr. M. Düvel

 

 

Kontakt:

Claudia Kutschker
Fraktionsvorsitzende

Dr. Martin Düvel
stellv. Fraktionsvorsitzender

Thermenneubau ja, Sprudelhofrandbebauung nein

Bad Nauheim, 15.10.2018 +++ Bündnis90/DIE GRÜNEN sprechen sich nach eingehender Diskussion mit Mitgliedern und Freunden aus der grünen Fraktion und des Ortsverbandes gegen die Pläne der Stadtverwaltung aus, in der Ludwigstraße auf der Sprudelhofseite auf städtischen Grünflächen eine Wohnbebauung vorzusehen.

In der Bürgerversammlung vom 29.9.2018 wurden der konkrete Zeitplan zum Neubau der Therme und zum Fortgang der Entwicklung des Sprudelhofes vorgestellt.
Die Grünen begrüßen, dass bereits bei der konkreten Planung des Thermenneubaus die Gesellschaft, die später mit der Betriebsführung beauftragt wird, beteiligt wird. So kann sie ihre Ideen und Erfahrungen rechtzeitig einbringen. Wenn bereits bei der Pla-nung des Neubaus die Attraktivität für den Nutzer, die Qualität der Bauausführung und die Effizienz der Betriebsabläufe sinnvoll bedacht wird, wird sich eine vorausschauende Planung kostenminimierend auf die späteren Betriebskosten auswirken. Ob das neue Thermalbad sich selbst tragen kann, oder der Stadt dauerhaft Verluste einbringen wird, wird sich entscheidend an den Betriebskosten und weniger an den einmalig anfallen-den Investitionskosten abschätzen lassen.

Es mag so sein, wie es Bürgermeister Kreß darstellt, dass der Denkmalschutz seine Zustimmung für einen Neubau des Thermalbades davon abhängig macht, dass für den Sprudelhof ein städtebauliches Gesamtkonzept vorgelegt wird. Die Grünen bezweifeln jedoch, dass der Denkmalschutz explicit eine Wohnbebauung der Ludwigstraße zur Vorbedingung seiner Zustimmung macht.

Grundsätzlich befürworten die Grünen eine innerstädtische Verdichtung, um mehr be-zahlbaren Wohnraum zu schaffen. Da, wo es sich im Hinblick auf eine sinnvolle Stadtentwicklung anbietet, sollte auch die Umwidmung von Gewerbegebieten in neue Wohngebiete ins Auge gefasst werden, wie zum Beispiel in der Vergangenheit das Wohngebiet am Goldstein oder jetzt aktuell der neu geschaffen Wohnraum rund um die Dieselstraße.

An dieser städtebaulich herausragenden Grünfläche rund um das einmalige architekto-nische Juwel dem Sprudelhof – das Herz Bad Nauheims und das größte geschlos-sene Jugendstil-Ensemble Europas – sollte nach Ansicht der Grünen auf städtischen Grünflächen keine Wohngebäude entstehen. Dieser Wohnraum wird letztendlich aus-schließlich sehr wohlhabenden Mietern oder Eigentümern eine Bleibe bieten. Der an-gespannte Wohnungsmarkt in unserer Stadt wird damit nicht wirklich entlastet. Nur zur Finanzierung unterirdischer Parkplätze die historischen Sichtachsen des Sprudelhofen-sembles zu zerstören, ist aus Sicht der Grünen nicht akzeptabel.

Der Blick von der Ludwigstraße, dem Hauptzufahrtsweg zur Innenstadt, auf den Spru-delhof und auf den Johannisberg wird versperrt. Diese Blickbeziehungen machen städ-tebaulich den architektonischen Reiz der „Curve“ aus, wie das Areal mal von weit-sichtigen Planern vor über 100 Jahren angelegt wurde.

Die Grünen werden eine Machbarkeitsstudie zu Alternativen zum Nachweis der vorge-schriebenen Parkplätze beantragen. Geprüft werden solle eine mögliche Erweiterung des bestehenden Parkdecks für den Sprudelhof, bei der keine Bebauung entlang der parkseitigen Ludwigstraße vorgesehen wird. Die Absicht, einen Architektenwettbewerb zur Neubebauung der Ludwigstraße auf der Parkseite auszuschreiben, sollte nach An-sicht der Grünen aufgegeben werden.

 

 

Kontakt:

Claudia Kutschker
Fraktionsvorsitzende
Gutenbergstraße 11C
61231 Bad Nauheim
info@gruene-bad-nauheim.de

 

Brigitta Nell-Düvel
Vorsitzende des OV
Salinenstraße 3561231 Bad Nauheim

„Es gibt eine Parallele zu Berstadt“

Die GRÜNEN-Direktkandidatin für den Landtagswahlkreis Wetterau Nord Brigitta Nell-Düvel sieht Bedeutung des Hambacher Urteils auch für das geplante Rewe-Logistikzentrum. Der BUND hat in einem Eilverfahren beim Oberverwaltungsgerichts Münster einen vorläufigen Rodungsstopp für den Hambacher Forst erreicht. Die Begründung lässt aufhorchen. Einmal geht es um Naturschutzgründe, da der Forst möglicherweise Lebensraum für seltene Fledermausarten sei. Zum anderen sei die Notwendigkeit der Rodung zur Aufrechterhaltung der bundes- und landesweiten Energieversorgung nicht zwingend belegt. „Für mich ergeben sich hier deutliche Parallelen zum geplanten Rewe-Logistikzentrum in Berstadt“, so Brigitta Nell-Düvel. Auch dieses Vorhaben wird vom BUND in Form einer Verbandsklage beklagt.

„Schon der Umweltaspekt ist ähnlich berührt wie es im Münsteraner Urteil erwähnt wird“, so Nell-Düvel. „So schreibt der BUND in seiner Stellungnahme im Rahmen der ersten Beteiligung zur Bauleitplanung, dass das Logistikzentrum Auswirkungen auf nahe gelegene NATURA 2000 Gebiete habe. Auch wenn das geplante Rewe-Areal nicht direkt an die Vogelschutzgebiete in der Horloffaue angrenzt, so sei dessen Wirkung auf dieses Gebiet überhaupt nicht untersucht. Immerhin brütet in der Berstädter Gemarkung der vom Aussterben bedrohte Große Brachvogel.“

„Noch deutlicher aber wird die Parallele mit Blick auf das Versorgungsargument. Zwar hat RWE behauptet, die Ausbeutung der Kohle unter dem Hambacher Forst sei unabdingbar für die Sicherstellung der Energieversorgung. Offenbar aber fehlt die nachvollziehbare Begründung dieser Behauptung. Ähnlich ist das in Berstadt. Den Bedarf für den Neubau des Logistikzentrums gibt es nur aus der Sicht von Rewe: deren Argument ist schlicht, die Kapazitäten an den Standorten Rosbach und Hungen seien ausgereizt.“

„Aber begründet allein das betriebswirtschaftliche Optimierungsinteresse und die Stärkung der Wettbewerbsposition von Rewe die Vernichtung allerbesten Ackerlandes? Ich meine nein. Aus meiner Sicht gibt es geeignetere Standorte für Rewe. Das ehemalige Army-Areal im Gießener Norden ist so eine Fläche. Rewe will dort nicht hin, weil hier nur zwanzig Meter Höhe erlaubt werden. Ich frage mich, warum Gewerbetreibende sich mit ihren Vorhaben nicht den vorhandenen Möglichkeiten anpassen sollten. Warum müssen deren Bedingungen zur Optimierung ihrer Abläufe unbedingt erfüllt werden? Warum sagen die politisch Verantwortlichen nicht, das ist der Rahmen? Stattdessen wird für Rewe alles möglich gemacht und dafür der gültige Regionalplan geändert.“

„Eins ist für mich völlig klar: Dieser Megaklotz Logistikzentrum wird besten Wetterauer Boden vernichten. Für die Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln wird er in dieser Größe und an dieser Stelle nicht benötigt. Und alternative ausgewiesene Flächen zur Zusammenführung der Standorte sind vorhanden. Ich könnte mir vorstellen, dass Gerichte dies ähnlich sehen. Die Verbandsklage ist eingereicht. Sie wird von beiden Kirchen in der Wetterau, dem Kreisbauernverband, den Umwelt- und Naturschutzverbänden und Einzelpersonen unterstützt.“

 

Kontakt:
Brigitta Nell-Düvel
Landtagskandidatin Bündnis90/DIE GRÜNEN Wetterau III
Salinenstraße 35
61231 Bad Nauheim
info@gruene-bad-nauheim.de

„Wir sind in einem System von Plastik gefangen, wie können wir gegensteuern.“

Infoabend am 17. 9. 2018 mit Brigitta Nell-Düvel und Martin Häusling, MdEP, in Butzbach

Als nur noch „Hobbybauer“ stellt sich Martin Häusling, der während seiner Abgeordnetentätigkeit im Hessischem Landtag auch für die Wetterau zuständig war, den interessierten Bürgern im Butzbacher Gasthaus Wilhelmshöhe vor. Seine Kinder bewirtschaften inzwischen den Bio-Hof in Nordhessen, um ihm die Zeit zu geben, „vernünftig Agrar- und Umweltpolitik in Brüssel“ machen zu können. Die Grüne Direktkandidatin für den Wahlkreis Wetterau Nord, Brigitta Nell-Düvel, hatte mit dem langjährigen Europaabgeordneten einen kompetenten Ansprechpartner eingeladen, um den zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus der Region über die derzeitigen Trendthemen wie Plastik, gesunde Ernährung oder Klima neueste Informationen zu geben und zu diskutieren.

Nach einer kurzen Vorstellung durch die Vorsitzende des Grünen Ortsverbands Butzbach, Jutta Schneider, stieg Häusling direkt in die Themen ein, die – wie das Veranstaltungsmotto betitelte – „uns auf den Nägeln“ brennen. Dabei führte er zunächst sehr detailliert aktuelle Studienergebnisse auf, die beispielsweise besagen, dass es sich um einen Irrglauben der Deutschen handelt, dass wir mit unserem Grünen Punkt so umweltfreundlich seien, wie wir immer denken. „Die Recyclingquote in Deutschland liegt gerade mal bei 35%“, weiß der Europapolitiker – und diese würde nur an der Menge der Gelben Säcke gemessen. Vieles würde verbrannt und dies „gelte dann noch als Erneuerbare Energien“ berichtet Häusling weiter. Oft sei der Einsatz von Plastik einfach nur unnötig und könnte vermieden werden. Doch „Plastik ist zu günstig und wir sind in einem System von Plastik gefangen“, und „man mache es sich zu einfach, die Schuld nur bei uns Verbrauchern, also bei jedem Einzelnen zu suchen“. Martin Häusling ist überzeugt, „Nur mit einer gemeinsamen länderübergreifenden Lösung kann man die Plastikflut eindämmen.“ Die Lösungsvorschläge lägen auf schon dem Tisch. Von einer EU-weiten Plastiksteuer über die Abschaffung der staatlichen Subventionen und vergünstigten Mehrwertsteuer bis hin zu einem besseren Recyclingsystem und der Vermeidung von Mikroplastik sind die Konzepte vorhanden! – die Umsetzung sei das eigentliche Problem, wenn man in Brüssel auch sämtliche Interessensgruppen mit ins Boot holen müsse. Martin Häusling zeigt sich optimistisch: „Mit „starken“ Grünen haben wir auch auf europäischer Ebene einen prägenden Einfluss auf umweltpolitische Beschlüsse“.


Ähnlich verhält es sich bei den weiteren großen Themen wir der Klima- und der Agrarpolitik. Im direkten Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern diskutierte Nell-Düvel und Häusling über den viel zu niedrigen Preis eines Masthähnchens. Am Verkauf eines jeden Tieres bleiben dem Bauer nach Abzug der Kosten gerade mal 5 Cent. Der Verlust an Artenvielfalt insbesondere der Insektenwelt sei alarmierend. Die Zahl der Insekten sinke dramatisch. Nach seriösen Schätzungen sei 75% der Insektenmasse in Deutschland in den vergangenen 27 Jahren verloren gegangen. Für Empörung sorgte der Hinweis, dass die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland seit dem Jahr 2000 um 42% gesunken sei. Das sei aber eigentlich nur logisch, so Häusling, weil inzwischen 70% Mais, Weizen, Zuckerrüben, Gerste großflächig auf unseren Feldern angebaut werden würde. Wo denn das ganze Rindfleisch dann herkäme, fragte ein interessierter Gast? „Das importieren wir dann aus Südamerika“, antwortete Häusling schulterzuckend.

Die Diskussion tangierte noch viele weitere Themen. Den Bürgerinnen und Bürger brannten wirklich einige Dinge, die uns tagtäglich beeinflussen, auf und unter den Nägeln. Alle waren sich aber einig, welch spannende Einblicke die beiden Gastgeber geben konnten, das mache neugierig, noch mehr zu erfahren, um gegensteuern zu können. So kam der Wunsch aus der Zuhörerschaft, im Frühjahr eine weitere gemeinsame Veranstaltung zu planen – vielleicht sind wir bis dahin ja einen Schritt weiter.

Ein leidenschaftlich engagierter Spitzenkandidat

Tarek Al-Wazir im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern in der Wetterau

Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, Tarek Al-Wazir bei dem Start seiner Wahlkampftour in der Wetterau zu sprechen. In Bad Nauheim ging Tarek mit Brigitta Nell-Düvel, Direktkandidatin für den nördlichen Wetteraukreis, zu den Marktbesucher*innen. In Karben begrüßten Kathrin Anders, Kreissprecherin und Listenkandidatin der Grünen, sowie Clemens Breest, Direktkandidat in der südlichen Wetterau, mit zahlreichen Gästen den Grünen Spitzenkandidaten zu einer Townhall-Veranstaltung. Der beliebteste Politiker Hessens beeindruckte allerorten durch seine sachliche wie leidenschaftliche Art.

 

Brigitta Nell-Düvel im Gespräch mit Tarek Al-Wazir

 

In Bad Nauheim zeigten sich viele überrascht, über so prominenten Besuch inmitten der Fußgängerzone. In den Gesprächen wurde lebhaft über die Verkehrssituation und die Energiewende gesprochen. Tarek Al-Wazir hörte zu und beantwortete geduldig Fragen. Viele freuten sich darüber, dass die Grünen in der Öffentlichkeit präsent sind und die Straße nicht zweifelhaften politischen Erscheinungen überließen.

Am Abend erwartete Tarek Al-Wazir ein buntes und zahlreiches Publikum in Karben. Die gemeinsam im Wahlkampf auftretenden Kandidierenden Breest und Anders stellten Tarek Al-Wazir vor. Die Versammelten, darunter viele junge Menschen, interessierte ein breites Themenspektrum. Angefangen bei der Energiewende über Bildung, Demokratie, Verkehrsinfrastruktur, Öffentlicher Nahverkehr, Klimaschutz bis hin zum Weltraumstandort Hessen war alles vertreten. Tarek Al-Wazir antwortete sachlich fundiert und überzeugend. Er berichtete Vieles von seiner Arbeit als Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Die Einblicke halfen Sachverhalte einzuordnen. Anekdoten aus dem Leben eines Ministers lockerten das Gespräch immer wieder auf. Am Ende richtete er den leidenschaftlichen Appell an die Wählerinnen und Wähler, sich für die Demokratie einzusetzen und sie nicht als selbstverständlich anzusehen. Die Interessierten nahmen es dankbar mit deutlichem Applaus auf.

Tarek Al-Wazir kommt nach Bad Nauheim und Karben

Der Spitzenkandidat der Grünen im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürger

Tarek Al-Wazir, einer der beliebtesten Politiker in Hessen, besucht am 18. September die Wetterau. Ab 15:30 Uhr ist er auf dem Aliceplatz in Bad Nauheim am Stand der Grünen anzutreffen. Und um 19:30 Uhr steht er im Bürgerzentrum in Karben den interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort. Die beiden Direktkandidat*innen in den jeweiligen Wahlkreisen begrüßen die offenen Gesprächsangebote mit Tarek Al-Wazir. „Wir freuen uns über die prominente Unterstützung durch unseren Spitzenkandidaten. Wir laden die Bürgerinnen und Bürger herzlich zum Gespräch mit unserem Spitzenkandidaten und uns ein.“, erklären Brigitta Nell-Düvel, Direktkandidatin für die nördliche Wetterau, und Clemens Breest, Direktkandidat für die südliche Wetterau.

Tarek Al-Wazir ist seit Anfang 2014 stellvertretender Ministerpräsident und Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Damit verantwortet er viele wichtige Zukunftsthemen, die auch die Wetterau bewegen. Fragen der Förderung des ländlichen Raums, der Digitalisierung, der Ausbau der Verkehrswege, Förderung des ÖPNVs, bis hin zur weiteren Entwicklung der Energiewende fallen in sein Ressort. Insofern treffen die Bürger*innen auf einen sehr fachkundigen Gesprächspartner, der mit der Erfahrung der Regierungsverantwortung zu den politischen Zielen der Grünen für die nächsten fünf Jahre sehr kompetent auskunftsfähig ist.

Unsere Landtagskandidatin stellt sich vor…

In unserem Wahlkreis (27 – nördliche Wetterau) kandidiert die ehemalige 1. Stadträtin und Kämmerin von Bad Nauheim Brigitta Nell-Düvel. „Seit über 20 Jahren habe ich mich für die Ziele von B90/ DIE Grünen aktiv kommunal und im Wetteraukreis eingesetzt. Auslöser war die Katastrophe von Tschernobyl, die mich als Mutter von drei Kindern dazu bewogen hat, nicht nur entsetzt zu sein, sondern mich für eine gesunde Umwelt und für Bildungsgerechtigkeit zu engagieren. Es war und ist immer eine spannende Aufgabe, Ökologie und Ökonomie so in Einklang zu bringen, dass sie dem Menschen und unserem Planeten nachhaltig nutzt. Aktuell ist für die Wetterau der zukünftige Flächenverbrauch für Wohnen und Gewerbe eine Zukunftsfrage: gerade soll in Wölfersheim ein Logistikzentrum auf 30 ha bestem Ackerboden entstehen. Der Widerstand ist da. In der nächsten Wahlperiode müssen wir Instrumente entwickeln, wie wir den Flächenverbrauch begrenzen können. Wo und wie kann notwendiger neuer Wohnraum geschaffen werden? Digitalisierung und flächendeckende Infrastruktur können Arbeitsplätze wieder in den ländlichen Bereich zurück verlagern. Ich möchte mich für die Lösung dieser Aufgaben einsetzen. Ein besonderes Thema sind auf Grund meiner Erfahrung die Finanzbeziehungen zwischen Kommunen und Land. Hier wurde durch den KFA begonnen, die Kommunen zu entlasten. Es muss weiter daran gearbeitet werden, die Kommunen in die Lage zu versetzen, die Daseinsvorsorge sicherzustellen. Wenn dies gelingt, ist ein wichtiger Teil der Integration neuer Mitbürger sicher. Es lohnt sich, sich dafür einzusetzen!“

Wer mehr über Brigitta Nell-Düvel und den Themen, die ihr am Herzen liegen, erfahren möchte, findet hier weitere Informationen: https://www.nell-duevel.de/

Infoabend: Grüner Europa-Abgeordneter Martin Häusling kommt zur Diskussion nach Butzbach

Infoabend: Grüner Europa-Abgeordneter Martin Häusling kommt zur Diskussion nach Butzbach

17.09.18 um 19 Uhr: Was uns unter den Nägeln brennt – Plastik, Ernährung, Klima

Bad Nauheim/Butzbach, 06. September 2018 +++ Der Kreisverband Bündnis90/DIE GRÜNEN Wetterau (www.gruene-wetterau.de) lädt im Vorfeld der Landtagswahl in Hessen zu einem Infoabend mit dem Europa-Abgeordneten Martin Häusling und Direktkandidatin Brigitta Nell-Düvel nach Butzbach ein. Unter dem Motto „Was uns unter den Nägeln brennt… Plastik, gesunde Ernährung, Klima“ heissen die beiden Grünen Politiker alle Bürgerinnen und Bürger zum Gespräch ins Restaurant und Gasthaus Wilhelmshöhe in der Kleebergerstraße 51 herzlich willkommen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Neben der für alle spürbaren Dürre, beherrscht ein anderes ökologisches Thema die Medien: der von uns produzierte Plastikmüll sammelt sich in den Meeren. Dies ist eines der Fokusthemen von Martin Häusling, MdEP, und der Grünen Direktkandidatin aus dem Wahlkreis Wetterau Nord, Brigitta Nell-Düvel. Doch nicht nur darüber kann am bevorstehenden Infoabend mit den beiden Fachleuten diskutiert werden. Denn: Das Motto ist Programm. Gerne sprechen die beiden Politiker mit den interessierten Besuchern über alles, was ihnen unter den Nägeln brennt – egal ob über Klimawandel, gesunde Ernährung, Europa oder Glyphosat.

Der ehemalige hessische Landtagsabgeordnete Martin Häusling wechselte nach der Europawahl 2009 von Wiesbaden nach Brüssel. Er wurde auf dem zehnten Listenplatz von Bündnis 90/Die Grünen in das Europäische Parlament gewählt. Der Nordhesse aus Bad Wildungen gehört seitdem der Fraktion Grüne/EFA an und ist agrarpolitischer Sprecher.

Brigitta Nell-Düvel ist Landtagswahl-Direktkandidatin für den Wahlkreis Wetterau Nord. Die Schwalheimerin ist seit 1996 Mitglied bei den Grünen und war zuletzt 1. Stadträtin der Stadt Bad Nauheim.

 

 

 

Kontakt

Bündnis90/DIE GRÜNEN Wetterau

Engelsgasse 21

61169 Friedberg

Telefon: 06031 / 6 17 10

Ein starkes grünes Team für die Wetterau

Breest, Nell-Düvel und Zebunke präsentieren sich als gute Wahl für die Wetterau

Die drei Wetterauer Direktkandidat*innen der Grünen starten gemeinsam in den Landtagswahlkampf. Sylvia Klein, Fraktionsvorsitzende im Wetterauer Kreistag, stellte sie am 21. August der Öffentlichkeit vor. Sie betonte, dass die Grünen mit ihren Kandidierenden den Wählerinnen und Wählern Alternativen zwischen großkoalitionären Ideen- und Antrieblosigkeit als auch populistischen bis extremen Wahloptionen bieten. „Unser Ziel ist es, dass grüner Gestaltungswille auch in der nächsten Legislaturperiode Hessen grüner und gerechter macht“, erklärt Sylvia Klein.

Silvia Klein:“ Es ist unser Ziel, Hessen auch für die Zukunft grün, gerecht und modern zu gestalten! Dazu passt, dass wir uns heute auf dem Pappelhof treffen, einem Bio-Anbauer mit Direktvermarktung, der gerade seinen 25. Geburtstag gefeiert hat und mittlerweile über 70 Angestellte beschäftigt. Ein Beispiel für erfolgreiches, ressourcenschonendes Wirtschaften.“

In der nördlichen Wetterau (Wahlkreis 27) kandidiert die ehemalige 1. Stadträtin und Kämmerin von Bad Nauheim Brigitta Nell-Düvel. „Seit über 20 Jahren habe ich mich für die Ziele von B90/ DIE Grünen aktiv kommunal und im Wetteraukreis eingesetzt. Auslöser war die Katastrophe von Tschernobyl, die mich als Mutter von drei Kindern dazu bewogen hat, nicht nur entsetzt zu sein, sondern mich für eine gesunde Umwelt und für Bildungsgerechtigkeit zu engagieren. Es war und ist immer eine spannende Aufgabe, Ökologie und Ökonomie so in Einklang zu bringen, dass sie dem Menschen und unserem Planeten nachhaltig nutzt. Aktuell ist für die Wetterau der zukünftige Flächenverbrauch für Wohnen und Gewerbe eine Zukunftsfrage: gerade soll in Wölfersheim ein Logistikzentrum auf 30 ha bestem Ackerboden entstehen. Der Widerstand ist da. In der nächsten Wahlperiode müssen wir Instrumente entwickeln, wie wir den Flächenverbrauch begrenzen können. Wo und wie kann notwendiger neuer Wohnraum geschaffen werden? Digitalisierung und flächendeckende Infrastruktur können Arbeitsplätze wieder in den ländlichen Bereich zurück verlagern. Ich möchte mich für die Lösung dieser Aufgaben einsetzen. Ein besonderes Thema sind auf Grund meiner Erfahrung die Finanzbeziehungen zwischen Kommunen und Land. Hier wurde durch den KFA begonnen, die Kommunen zu entlasten. Es muss weiter daran gearbeitet werden, die Kommunen in die Lage zu versetzen, die Daseinsvorsorge sicherzustellen. Wenn dies gelingt, ist ein wichtiger Teil der Integration neuer Mitbürger sicher. Es lohnt sich, sich dafür einzusetzen!“

Für den östlichen Wahlkreis kandidiert Thomas Zebunke, seit der letzten Kommunalwahl Kreistagsmitglied und seit vielen Jahren für Umwelt, Naturschutz und Ökolandbau engagiert. Im Frühjahr hatte Zebunke im Wahlkampf um das Landratsamt ein damals unerwartet gutes Ergebnis erreicht und über die eigene Partei hinaus Akzeptanz gefunden. „Meine Stärke sind die Themen des ländlichen Raumes, ich will gleiche Lebensbedingungen in allen Kreis- und Landesteilen. Dazu gehört, dass nicht alle Investitionen und Verkehrswege nur auf den Ballungsraum ausgerichtet werden. Wir brauchen mehr regionale Wirtschaftskreisläufe, eine Grundausstattung mit öffentlichen Diensten, medizinische Versorgung, Verkehrsanbindung, Kultur- und Sportangebot in Oberhessen. Ich stehe für eine ökologische Agrarpolitik und eine Umweltpolitik, die auf einem anderen wirtschaftlichen Denken aufbaut. Diese Themen werden im ‚Ostkreis‘ stärker nachgefragt und deshalb wurde ich gebeten, dort anzutreten. Ich will damit etwas anbieten, was die anderen Parteien nicht so gut können und will Menschen mitnehmen, die noch nicht den Kontakt zur Landespolitik gefunden oder schon wieder verloren haben. „Die Wetterau soll die eigenen Potenziale besser nutzen können“, so Zebunke.

In der südlichen Wetterau (Wahlkreis 25) tritt Clemens Breest aus Bad Vilbel für ein starkes grünes Ergebnis an. Als Pastor ist er tagtäglich mit den aktuellen gesellschaftlichen Sorgen und Nöten der Menschen konfrontiert. „Ich nehme es vermehrt wahr, wie sehr sich Menschen Gedanken um aktuelle Entwicklungen machen. Egal ob dies den Klimawandel, die Gesundheitsversorgung, die Schulen, Wohnungsnot oder Verkehrsprobleme betrifft“, erklärt er. „Nicht nur unsere Region ist im Wandel, auch unser Land bis hin zum Klima. All das kann nur gestaltet werden, wenn die richtigen Ideen und der entsprechende Mut vorhanden sind. Beides bringe ich mit.“

Breest sieht in all den Herausforderungen das Potential sich als Gesellschaft darüber zu entzweien und zu blockieren. Doch eine solche Entzweiung lähmt unser Land und nützt nur den Extremen, wie es derzeit die Große Koalition in Berlin vormacht. Er plädiert deshalb leidenschaftlich dafür, die Zukunftsaufgaben gemeinsam anzugehen. „Eine gemeinsame entschlossene Antwort ist das schlagkräftigste Mittel gegen extremistische Kräfte. Das wirkt zwar nicht so spektakulär, hilft dafür aber ungemein.“ Als Beispiel verweist er auf Schleswig-Holstein, die mit einer sehr sachlichen und zugleich ambitionierten Politik die AfD im einstelligen Bereich tiefgefroren haben. Neben der Kandidatur um das Direktmandat, kandidiert er auch auf der Landesliste der Grünen auf Platz 36.

Bad Nauheimer Grüne mit neuem Schwung und Personal ins Landtagswahljahr

Brigitta Nell-Düvel bleibt Vorstandssprecherin, Oliver Westphal als neuer Stellvertreter gewählt

Bad Nauheim, 24. Juni 2018 +++ Der Ortsverband Bündnis90/DIE GRÜNEN Bad Nauheim (www.gruene-bad-nauheim.de) hat sich zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung getroffen und dabei auch einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Oliver Westphal (27) folgt auf Dr. Christian Troidl, der aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand ausscheidet. Er steht der grünen Landtagskandidatin Brigitta Nell-Düvel zur Seite, Kassiererin bleibt Sophia Horz-Hövel.

Nell-Düvel eröffnete die Versammlung mit dem Bericht des Vorstandes und dankte in diesem Rahmen auch ihrem langjährigen Stellvertreter Dr. Christian Troidl.
Beim Jahresrückblick des Vorstandes lag der Schwerpunkt auf der vergangenen Bundestagswahl, der Landratswahl und den erfolgreichen örtlichen Veranstaltungen wie etwa der Tour de Natur, die in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung verzeichnete.

Danach berichtete die Fraktionsvorsitzende Claudia Kutschker über die regional-politischen Schwerpunkte der grünen Fraktion im Bad Nauheimer Stadtparlament wie die Kontrolle der Ausgleichsflächen sowie die Fortsetzung der FSC-Zertifizierung des Stadtwaldes oder die Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur.

Bei der anschließenden Wahl wurde Brigitta Nell-Düvel als Vorstandssprecherin bestätigt, Oliver Westphal wurde einstimmig ins Amt des Stellvertreters gewählt. Westphal wohnt seit 2005 in Bad Nauheim und ist Student der Rechtswissenschaften an der Universität Gießen. In der Vergangenheit engagierte er sich in verschiedenen sozialen Einrichtungen in der Wetterau. Der gebürtige Berliner setzt seine politischen Schwerpunkte klar in der Umweltpolitik.

Gemeinsam mit Landtagskandidatin Nell-Düvel startet der Ortsverband nun in die heiße Phase des Landtagswahlkampfes. Ziel ist es, auch zukünftig und noch stärker grüne Inhalte in der Gesundheitsstadt und auf Landesebene zu vertreten. Nell-Düvel: „Durch die deutliche Verjüngung im Vorstand bekommen wir neue Impulse. Aufträge aus der Mitgliederversammlung betreffen die baldige Umsetzung des Bad Nauheimer Verkehrskonzeptes und Initiativen zur Reduzierung von Plastikmüll. Wir sind in unserem Ortsverband gut und motiviert aufgestellt.“

 

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Brigitta Nell-Düvel

Oliver Westphal

Ortsverbandsvorsitzende Bündnis90/DIE GRÜNEN Bad Nauheim

Salinenstraße 35

61231 Bad Nauheim

 

info@gruene-bad-nauheim.de

Tour de Natur 2018: Rekordzahl an Radlern erklimmen Münzenberg

Radtour der Grünen Bad Nauheim –  ein Erlebnis für Jung und Alt

Der Ortsverband Bündnis90/DIE GRÜNEN Bad Nauheim  veranstaltete am vergangenen Wochenende seine traditionelle Tour de Natur. Bei fantastischem Frühsommerwetter trafen sich knapp 100 Radfahrer zum Start der diesjährigen Tour am Sprudelhof – so viele wie noch nie. Das Teilnehmerfeld war bunt durchmischt: Vom jungen Rennfahrer über junge Familien mit Kleinkindern bis zum erfahrenen Senior war alles vertreten und bereit, die anstehenden Etappen zu meistern. Neben der sportlichen Herausforderung machten vor allem die Gespräche mit den teilnehmenden grünen Politikern die Radtour zu einem besonderen Erlebnis. Nach der Zieldurchfahrt brachte die Museumseisenbahn der Eisenbahnfreunde Wetterau nostalgisch und traditionell sicher zurück nach Bad Nauheim.

Seite an Seite mit den Landtagskandidaten

Mit Brigitta Nell-Düvel und Clemens Brest mischten sich die gerade nominierten grünen Kandidaten zur Landtagswahl unter die Radler. Die beiden Kommunalpolitiker nutzten das ungezwungene und persönliche Ambiente, um sich mit den Teilnehmern auszutauschen und ihre Anregungen für die zukünftige Politik im Land anzunehmen. „Wir freuen uns über die große Teilnehmer-Zahl“, so Mitveranstalterin Brigitta Nell-Düvel, „und darüber, dass sich so viele für die grünen Themen interessieren. Diese Tour spiegelt seit 14 Jahren unsere Ziele wieder: sanfter Tourismus, genießen der Natur und gesunde Mobilität bei zwanglosem Austausch von politischen Fragen.“ Über die aktuellen Geschehnisse der Lokalpolitik Bad Nauheims konnte die Fraktionsvorsitzende des Ortsverbandes Bündnis90/DIE GRÜNEN, Claudia Kutschker, berichten und gab damit Einblicke in die derzeitige politische Situation der Gesundheitsstadt.

Mit der richtigen Verpflegung zum Etappenziel

Der Bio-Lieferservice Querbeet füllte den Verpflegungsstand bei Rockenberg vor der Steigung zur Münzenburgmit einem leckeren großzügigen Obst-Sponsoring, so dass alle Teilnehmer gestärkt die letzte Etappe meistern konnten. Für die nötige Absicherung des großen Fahrerfeldes sorgten grüne Parteimitglieder aus den benachbarten Ortsverbänden; und am Bahnhof Münzenberg erwarteten die Grünen von Bad Nauheim alle Radler mit Bierzelt-Garnituren und einem kühlen Gläschen Sekt, um auf das erreichte Tour-Ziel anzustoßen.  Anschließend brachten die historischen Waggons der Museumseisenbahn die Teilnehmer und ihre Fahrräder auf Einladung der Veranstalter zurück nach Bad Nauheim. Die Fahrt durch das abendliche Wettertal war noch mal ein besonderes Erlebnis!

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Brigitta Nell-Düvel

Dr. Christian Troidl

Ortsverbandsvorsitzende Bündnis90/DIE GRÜNEN Bad Nauheim

Merlinweg 26

61231 Bad Nauheim

Tel. 06032 – 918981

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Tour de Natur 2018: Neue Zeiten. Neue Antworten

Mit dem Drahtesel und den Grünen traditionell durchs Wettertal

Der Ortsverband Bündnis90/DIE GRÜNEN Bad Nauheim (www.gruene-bad-nauheim.de), lädt am 06. Mai 2018 zur diesjährigen Tour de Natur. Bereits zum 14 mal findet die gemeinsame Radtour durch das Wettertal statt  und ist damit zu einem festen Bestandteil im politischen und gesellschaftlichen Veranstaltungskalender der Gesundheitsstadt geworden. Als Treff- und Startpunkt wurde erneut das schöne Ambiente des Sprudelhof Bad Nauheim gewählt. Los geht es um 14 Uhr. Eingeladen sind Fahrradfahrer jeden Alters, die Lust haben auf eine schöne, gemütliche Radtour entlang der Wetter nach Münzenberg. Zurück bringt die fleißigen Radler wie gewohnt die Museumseisenbahn der Eisenbahnfreunde Wetterau. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 18.30 Uhr geplant.

Aus Tradition in der Natur unserer Region

Wenn man bestimmten Veranstaltungen nach einer ersten Wiederholung bereits eine Konstanz nachsagt – so ist die jährliche Tour de Natur der Bad Nauheimer Grünen inzwischen zur guten Tradition geworden. In Mitten der Frühlingsmonate startet der gemütliche Radausflug für die ganze Familie in Bad Nauheim und führt entlang der Wetter und durch typische Streuobstwiesen nach Steinfurth; vorbei an den berühmten Rosenfeldern geht es weiter durch die Orte Oppershofen, Rockenberg bis zur Münzenburg. Vor der kleinen Steigung auf die Burg gibt es für die Radler noch den benötigten Energie-Schub: Ein Erfrischungsstand mit Getränken und Bio-Obst sorgt für die passende Stärkung für die finale Etappe. Auch in diesem Jahr konnte Queerbeet,  ein Bio-Lieferservice von ökologischen Lebensmitteln aus dem Rhein-Main-Gebiet als Sponsor und Partner gewonnen werden.

Interkommunale Zusammenarbeit und Zeit für neue Antworten

Die Bad Nauheimer Grünen stehen als Veranstalter während der gesamten Tour  natürlich auch für Gespräche rund um die kommunale – aber auch die aktuelle Landes- und Bundespolitik zur Verfügung. Neben zahlreichen Mit-Radlern aus den benachbarten grünen Verbänden wird auch die gerade zur Direktkandidatin im Wahlkreis nominierte bekannte Bad Nauheimerin und Mitorganisatorin, Brigitta Nell-Düvel, wieder an der Tour teilnehmen: „Ich trete seit der ersten Tour alle Jahre in die Pedale und genieße die Natur und die vielen spannenden Gespräche. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und viele begeisterte Teilnehmer.“ Die kostenlose Rückfahrt mit der Museumseisenbahn startet um 17.30 Uhr am Bahnhof Münzenberg.

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Brigitta Nell-Düvel

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Wetterauer Grüne bilden starkes Team für die Landtagswahl 2018

Clemens Breest, Brigitta Nell-Düvel und Thomas Zebunke ziehen für die Grünen in den Wahlkampf

Die Wetterauer GRÜNEN haben ihre Direktkandidat*innen für die Landtagswahl im Herbst nominiert. Im Wahlkreis 25 tritt Clemens Breest aus Bad Vilbel an. Kathrin Anders ist hier die Ersatzkandidatin. Im Wahlkreis 26 wird Thomas Zebunke aus Friedberg für die Grünen werben. Unterstützt wird er von Bettina Dascher aus Nidda als Ersatzkandidatin. Und im Wahlkreis 27 wurde Brigitta Nell-Düvel aus Bad Nauheim nominiert. Claudia Kutschker, ebenfalls aus Bad Nauheim, ist ihre Ersatzkandidatin. „Unsere Kandidatinnen und Kandidaten sind allesamt vor Ort verwurzelt und kommunalpolitisch stark engagiert“, kommentiert Kathrin Anders als Kreissprecherin die Nominierungen, „Getragen von den grünen Erfolgen der Landesregierung, werden die Kandidatinnen und Kandidaten für ein starkes grünes Ergebnis kämpfen, damit uns Berliner Verhältnisse in Hessen erspart bleiben.“

Clemens Breest ist Vorsitzender der Grünen in Bad Vilbel und dort Stadtverordnete. Er stellte in seiner Bewerbungsrede die Themen Antidiskriminierung, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt seines politischen Wirkens. Beispielgebend ist für den Vilbeler Pastor der Bürgerrechtler und Pastor Martin Luther King, der als Brückenbauer eine zerrissene Gesellschaft versöhnte. Breest kündigte an: „Ich werde mich mit allen Mitteln auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass antisemitische, rechtsradikale, homophobe und frauenfeindliche Provokationen als solche zurückgewiesen werden.“ Ferner erklärt er, dass er sich leidenschaftlich dafür einsetzen werde, dass jeder Mensch, egal ob Geflüchteter, Zugewanderter oder Bürger, auch die Perspektive in unserem Land findet, die unser Rechtssystem ihm zugesteht. Der 45jährige lebt mit seiner Familie seit Ende 2011 in Bad Vilbel.

Für den Ostkreis kandidiert Thomas Zebunke, Kreistagsmitglied und zuletzt Landratskandidat. Wie schon im Landratswahlkampf will er sich für den ländlichen Raum einsetzen. Er steht für eine gemeinwohlorientierte Wirtschafts- und Verkehrspolitik. Sein Anliegen sind mehr Ökolandbau, weniger Flächenfraß, Natur- und Landschaftsschutz.

Brigitta Nell-Düvel, seit über 20 Jahren in der Kommunal- und Kreispolitik aktiv, davon die letzten sechs Jahre als Erste Stadträtin von Bad Nauheim, ist die grüne Direktkandidatin im Nordkreis. Als frühere Kämmerin setzt sie sich für eine solide finanzielle Ausstattung der Kommunen ein, damit Aufgaben wie gute Kinderbetreuung, Jugendarbeit, Unterstützung von Vereinen oder Kulturangebote selbstverständlich sind. „Einer der Gründe für mich, bei den Grünen aktiv mitzuarbeiten, war der Ausstieg aus der Atomenergie. Für die Umsetzung durch den Einsatz von erneuerbaren Energien bedarf es immer noch großer Anstrengungen und Überzeugungsarbeit. Hier sehe ich eine große Aufgabe.“

Die gut besuchte Wahlversammlung sprach sich einstimmig dafür aus, dass Kathrin Anders und Clemens Breest sich auch als Kandidat*innen auf der Landesliste der Grünen in Hessen bewerben sollen.

Thomas Zebunke – Mehr Klimaschutz wagen

Quelle Grüne Wetterau

GRÜNEN-Landratskandidat Thomas Zebunke: „Der Wetteraukreis sollte so bald wie möglich auf 100% erneuerbare Energie umstellen.

Der Klimaschutzbericht des Wetteraukreises für 2016 verzeichnet einige positive Entwicklungen seit 1990. Thomas Zebunke, Landratskandidat der GRÜNEN, sieht jedoch noch deutlich Luft nach oben: „Ich glaube, dass wir in Sachen Klimaschutz mehr machen können – und müssen. Der Kreis bekommt aktuell knapp 30 Millionen Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) des Landes, und die Haushaltsentwicklung weist deutliche Überschüsse aus. Sie sollten genutzt werden, um entschieden in die Senkung des Energieverbrauchs zu investieren.“

„Die Energieeinsparung im Wärmebereich von 36 Prozent in den Liegenschaften des Kreises liest sich auf den ersten Blick gut. Allerdings sind die Daten aus dem Referenzjahr 1990 geschätzt – verlässliche Zahlen liegen aus dieser Zeit nicht vor“, gibt Zebunke zu bedenken. „Zudem ist das ein Zeitraum von 26 Jahren, in denen die effizientere Nutzung von Energie, die technologische Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energien und die Wärmedämmung enorme Fortschritte gemacht haben.“

Verschwiegen wurde bei der Vorstellung des Klimaschutzberichts durch den zuständigen Dezernenten, dass der Gesamtenergieverbrauch im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen ist – und zwar nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch pro Quadratmeter. „Das mag hauptsächlich durch eine veränderte Nutzung von Gebäuden zu erklären sein“, sagt Zebunke. „Aber wir sollten doch mit offenen Karten spielen und die Werte nicht schönreden.“

Der GRÜNEN-Kandidat plädiert dafür, die Klimaschutz-Anstrengungen insgesamt zu verstärken: „Die Gelder aus dem KIP sind ein idealer Anlass, mehr zu machen.“ Der Klimaschutzbericht listet „große schlechte Liegenschaften“ mit einem hohen Gesamt- und einem überdurchschnittlichen Quadratmeterverbrauch aus. „Hier sollten wir ansetzen“, fordert Zebunke. „Aber auch jenseits des KIP sollte angesichts der besseren Haushaltslage ein Schwerpunkt auf Klimaschutzinvestitionen liegen.“

Die Aussage im Klimaschutzbericht, dass der Kreis im Jahr 2016 Strom kostengünstiger an der Börse eingekauft habe als im Vorjahr, hinterfragt Zebunke: „Sollte es tatsächlich das oberste Ziel des Kreises sein, Strom möglichst billig einzukaufen? Ich denke nicht! Um die Klimaziele zu erreichen und auch, um mit gutem Beispiel voranzugehen, sollten wir ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien einkaufen. Gerade, weil der Stromverbrauch im Zuge der Digitalisierung steigt – auch an den Wetterauer Schulen. Auch wenn Grünstrom teurer sein sollte, sollten wir uns umgehend dafür entscheiden. Ein Gewinn für die Umwelt ist es allemal. Das sollte, auch weil es jetzt finanziell möglich ist, unser Ziel sein – und nicht die einseitige Orientierung am günstigsten Preis!“