Monat: April 2014

Windradbau senkt die Abhängigkeit von Stromimporten

Grüne Kritik an der Stellungnahme der Freien Wähler zum Windradbau

Die Problematisierung der Windkraftanlagen als Erzeuger für Atommüll und der Vergleich mit den Gefahren des Atommülles aus Atomkraftwerken durch die UWG und deren Wiederholung durch den SPD-Sprecher Sinan Sert sieht der grüne Fraktionssprecher Dr. Düvel als ein durchsichtiges Manöver, um Argumente zu sammeln, den Windradbau hier vor Ort zu verhindern. Die in einer Fernsehsendung berichtete Umweltverschmutzung bei der Gewinnung von Neodym, einem Element so genannter seltener Erden in China sind in ihrem tatsächlichen Ausmaß schwer nachzuprüfen, mögen aber durchaus zutreffen.

Wegen der Verwendung von Neodym in einigen wenigen Typen von Windenergieanlagen die Wind­kraft pauschal zu verurteilen und dies als die schmutzige Seite der Windenergie zu anzuprangern, ist nach Düvels Ansicht völlig unangemessen. Es gelte zu bedenken, ohne seltene Erden wären die meisten unserer elektronischen Geräte nicht funktions­fähig. Das gilt für Batterien in Handys und Elektroautos und ganz besonders für starke Magnet­felderzeuger wie Magnetspin­tomografen in der medizinischen Diagnostik. Will die UWG etwa Handys und MRT-Geräte abschaffen?

Gerade mal 1% der weltweiten Gewinnung von Neodym werde für den Bau von einigen Typen von Generatoren für Windenergieanlagen verwendet. Es stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, dieses technische Randproblem zu vermeiden. Direktantriebe ohne Getriebe, wie sie in leistungsfähigen Windkraftanlagen zunehmend verwendet werden, sind nicht auf Permanentmagneten angewiesen. Große Hersteller – wie Enercon – setzen auf Direktantriebe, bei denen das getriebelose Anlagenkonzept mit einem fremderregten Ringgenerator arbeitet. Die zur Stromer­zeugung erforderlichen Magnetfelder im Generator werden dabei elektrisch erzeugt.

Innerhalb weniger Jahre haben die Erneuerbaren Energien einen Anteil von 25 Prozent am Strommarkt erreicht. Mittlerweile beziehen die Deutschen deutlich mehr Strom aus Windrädern als aus Wasserkraftwerken. Ein weiterer Vorteil: Die Windkraft ist verhältnis­mäßig günstig. Die Betreiber der Anlagen bekommen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Fördergeld nur einen vergleichsweise geringen Aufschlag zum „normalen“ Strompreis an der Strombörse. Wegen dieser umweltpolitischen Vorteile der Windkraft befürworten die Bad Nauheimer Grünen die Ausbauziele des Hessischen Energiegipfels.
Elektromobilität kann zum Beispiel helfen, in verbrauchs­armen Zeiten Strom zu nutzen. Und was die realen Umweltgefahren bei jeglicher Rohstoffgewinnung angeht – nicht nur bei der Gewinnung seltener Erden – sollten wir uns, so Düvel, zunehmend auf den Rohstoffkreislauf – also das Recycling – unserer Produkte konzentrieren.

Gemeinsam mit den Wetterauer Grünen fordern darüber hinaus die Bad Nauheimer Grünen die Hessische Landesregierung auf, das Ausschlusskriterium für die Ausweisung von Windvorrang­flächen auf eine Windhöffigkeit von 5,5 m/s abzusenken. Die Mindest­wind­geschwindigkeit von 5,75 m/s auf 140 m Nabenhöhe im Jahrsdurchschnitt bewirke eine Konzentration der Windvorrangflächen auf wenige, dafür aber sehr großräumige Flächen wie im Raum Wölfersheim, Rockenberg, Münzenberg und Bad Nauheim. Hier liegen allein 40% der Gesamtfläche des Planungsverbandes Rhein-Main. Düvel: „Würde insgesamt mehr Fläche ausgewiesen, können große Konfliktzonen vermieden und ökologisch wertvolle Flächen heraus genommen werden. Selbst ehrgeizige Ausbauziele sollten uns nicht blind für die Besonderheiten vor Ort machen. Der Ausbau der Windkraft muss sich auch an diesen Begebenheiten vor Ort orientieren.“

Windradbau senkt die Abhängigkeit von Stromimporten

Grüne Kritik an der Stellungnahme der Freien Wähler zum Windradbau

Die Problematisierung der Windkraftanlagen als Erzeuger für Atommüll und der Vergleich mit den Gefahren des Atommülles aus Atomkraftwerken durch die UWG und deren Wiederholung durch den SPD-Sprecher Sinan Sert sieht der grüne Fraktionssprecher Dr. Düvel als ein durchsichtiges Manöver, um Argumente zu sammeln, den Windradbau hier vor Ort zu verhindern. Die in einer Fernsehsendung berichtete Umweltverschmutzung bei der Gewinnung von Neodym, einem Element so genannter seltener Erden in China sind in ihrem tatsächlichen Ausmaß schwer nachzuprüfen, mögen aber durchaus zutreffen.

Wegen der Verwendung von Neodym in einigen wenigen Typen von Windenergieanlagen die Wind­kraft pauschal zu verurteilen und dies als die schmutzige Seite der Windenergie zu anzuprangern, ist nach Düvels Ansicht völlig unangemessen. Es gelte zu bedenken, ohne seltene Erden wären die meisten unserer elektronischen Geräte nicht funktions­fähig. Das gilt für Batterien in Handys und Elektroautos und ganz besonders für starke Magnet­felderzeuger wie Magnetspin­tomografen in der medizinischen Diagnostik. Will die UWG etwa Handys und MRT-Geräte abschaffen?

Gerade mal 1% der weltweiten Gewinnung von Neodym werde für den Bau von einigen Typen von Generatoren für Windenergieanlagen verwendet. Es stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, dieses technische Randproblem zu vermeiden. Direktantriebe ohne Getriebe, wie sie in leistungsfähigen Windkraftanlagen zunehmend verwendet werden, sind nicht auf Permanentmagneten angewiesen. Große Hersteller – wie Enercon – setzen auf Direktantriebe, bei denen das getriebelose Anlagenkonzept mit einem fremderregten Ringgenerator arbeitet. Die zur Stromer­zeugung erforderlichen Magnetfelder im Generator werden dabei elektrisch erzeugt.

Innerhalb weniger Jahre haben die Erneuerbaren Energien einen Anteil von 25 Prozent am Strommarkt erreicht. Mittlerweile beziehen die Deutschen deutlich mehr Strom aus Windrädern als aus Wasserkraftwerken. Ein weiterer Vorteil: Die Windkraft ist verhältnis­mäßig günstig. Die Betreiber der Anlagen bekommen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Fördergeld nur einen vergleichsweise geringen Aufschlag zum „normalen“ Strompreis an der Strombörse. Wegen dieser umweltpolitischen Vorteile der Windkraft befürworten die Bad Nauheimer Grünen die Ausbauziele des Hessischen Energiegipfels.
Elektromobilität kann zum Beispiel helfen, in verbrauchs­armen Zeiten Strom zu nutzen. Und was die realen Umweltgefahren bei jeglicher Rohstoffgewinnung angeht – nicht nur bei der Gewinnung seltener Erden – sollten wir uns, so Düvel, zunehmend auf den Rohstoffkreislauf – also das Recycling – unserer Produkte konzentrieren.

Gemeinsam mit den Wetterauer Grünen fordern darüber hinaus die Bad Nauheimer Grünen die Hessische Landesregierung auf, das Ausschlusskriterium für die Ausweisung von Windvorrang­flächen auf eine Windhöffigkeit von 5,5 m/s abzusenken. Die Mindest­wind­geschwindigkeit von 5,75 m/s auf 140 m Nabenhöhe im Jahrsdurchschnitt bewirke eine Konzentration der Windvorrangflächen auf wenige, dafür aber sehr großräumige Flächen wie im Raum Wölfersheim, Rockenberg, Münzenberg und Bad Nauheim. Hier liegen allein 40% der Gesamtfläche des Planungsverbandes Rhein-Main. Düvel: „Würde insgesamt mehr Fläche ausgewiesen, können große Konfliktzonen vermieden und ökologisch wertvolle Flächen heraus genommen werden. Selbst ehrgeizige Ausbauziele sollten uns nicht blind für die Besonderheiten vor Ort machen. Der Ausbau der Windkraft muss sich auch an diesen Begebenheiten vor Ort orientieren.“