Monat: August 2015

Wölfersheim muss sich an den Sanierungskosten der Waldgasse beteiligen

In einer PM begründen die Bad Nauheimer Grünen ihre Ablehnung der neuen Pläne des Magistrates Bad Nauheim, in zwei Schritten knapp eine Million Euro in die Sanierung des Feldweges Waldgasse zu investieren. Lediglich unter einer Bedingung könnte sich die grüne Fraktion eine Zustimmung zur Sanierung vorstellen: Falls die Stadt Wölfersheim bereit wäre, sich maßgeblich an den Sanierungskosten zu beteiligen.

Dr. Mathias Müller, grünes Mitglied im Bauausschuss: „Erst im September hat der Magistrat zu Recht die Sanierung der Waldgasse aus der mittelfristigen Finanzplanung gestrichen. Diese Sparmaßnahme fand die Zustimmung aller Parteien. Mit der jetzt überraschenden Kehrtwende sind wir Grünen nicht einverstanden. Zum Teil waren wir uns da innerhalb der Koalition auch einig. Gemeinsam sehen wir keinen Bedarf, eine Drei-Viertel-Million Euro für den zweiten Sanierungs­abschnitt mittelfristig vorzusehen. Doch der vordringlichste Punkt ist die sofort fällige Kostenbelastung für den ersten Abschnitt. Eine Viertel-Million Euro sollen wir als zusätzliche freiwillige Investition außerplanmäßig in die Hand nehmen. Es geht um ein großes Schlagloch und die Bankette des gerade mal 270 Meter langen Stückes der Waldgasse. Es ist doch nur ein reiner Feldweg, der gewohnheitsmäßig wie eine Verbindungsstraße genutzt wird, obwohl er nie dafür gebaut wurde. Hier werden aus unserer Sicht die Prioritäten falsch gesetzt! Wir sehen Investitionen in wichtigere Bauten für ganz Bad Nauheim, wie das sanierungsbedürftige Thermal­bad, oder die Sanierung des Ernst-Ludwig-Rings vor der Trinkuranlage oder der Gradierbauten als vorrangige Aufgabe an.“

Nach Ansicht der Grünen betrage der „Umweg“ auf normalen öffentlichen Straßen gut 3000 Meter oder vier bis fünf Minuten Fahrzeit. Das sei bis zu einer Einigung über die Finanzierung mit Wölfersheim zumutbar.
Dr. Martin Düvel, Fraktionsvorsitzender ergänzt: „Wenn die Gemeinde Wölfersheim so dringend an dem Erhalt des Schleichweges interessiert ist, fordern wir sie auf, sich zu beteiligen. Gemeinsame Interessen werden gemeinsam in interkommunaler Zusammenarbeit finanziert, und so die Kostenbelastung auf mehrere Schultern gerechter verteilt! Dann würden wir dem ersten Sanierungsabschnitt doch noch zustimmen. In diesem Punkt der Berichterstattung über die Abstimmung in der Bauausschusssitzung am Dienstagabend irrte sich übrigens die Wetterauer Zeitung: Beide Grünen-Vertreter hatten den Vorschlag, schnellstmöglich außerplanmäßig 250.000 Euro zu bewilligen, in der Sitzung abgelehnt.“