Grüne Bad Nauheim beantragen regelmäßige Entsorgung des Straßenrandmülls der B3a

Das globale Problem ist, dass Plastik fast überall im Gebrauch ist und dass es die Meere verschmutzt. Wir alle kennen die Bilder von den Müllstrudeln im Meer, also quadratkilome-tergroße Flächen von aneinandergereihten Plastiktüten im Meer. Wir müssen darüber nach-denken, wie wir dahin kommen, den Plastikmüllberg zu verkleinern. Deutschland ist leider Europameister. Wir produzieren mit Abstand am meisten Verpackungsmüll in der gesamten Europäischen Union – insgesamt und pro Kopf. Auf diesen Meistertitel können wir nicht stolz sein.

Wie kann man darauf reagieren? – Wir müssen natürlich Plastikmüll vermeiden. Unnötige Verpackungen müssen vermieden werden. Wir brauchen mehr Recycling, und wir brauchen Produkte, die nicht direkt nach einmaligem Gebrauch vernichtet, also verbrannt, oder viel-leicht, wenn es hoch kommt, recycelt werden.

Der Trend zur Wegwerfkultur muss gestoppt werden. Wir leben bereits jetzt schon über die Grenzen unseres Planeten hinaus. Sicherlich benötigen wir weiterhin das Material Kunststoff, das in vielen Bereichen wie z. B. der Medizin unabdingbar ist. Aber wir müssen einfach wegkommen von unserer Ex-und-hopp-Kultur, sonst schaufeln wir uns unser eige-nes Plastikgrab.

Alternativen gibt es. Es gibt biologisch abbaubare Stoffe. Es gibt nachwachsende Roh-stoffe. Es gibt Mehrwegverpackungen. All das gibt es schon. Es gibt Läden wie „Unver-packt“, also Läden, zu denen man hingehen und sich selbst seine Lebensmittel in mitge-brachte Behälter abpacken kann. Es gibt Alternativen wie Bee’s Wrap, also eine Bienen-hülle, ganz aus Öl und Wachs bestehende Baumwollgewebe, die eine Alternative zu Plastik darstellen und innerhalb von sechs Wochen abbaubar sind statt wie Plastik, dass innerhalb von 100 Jahren allmählich zerbröselt.

Bis die hier beschriebenen Alternativen greifen, die wir hier im Stadtparlament zwar disku-tieren aber nicht beschließen können, müssen wir auf lokaler Ebene handeln. Denn der Plastikmüll fliegt von den Straßenrändern auch auf die nahliegenden Felder, wird dort schön kleingehackt und landet irgendwann in den Mägen der Kühe und Schweine und möglicherweise sogar in unseren eigenen Mägen. Das müssen wir verhindern.

Wenn wir schon die Ursachen hier im Moment nicht abstellen können, müssen wir im Mindesten den Müll regelmäßig beseitigen!

Aus diesem Grund stellen die Grünen Bad Nauheims zur nächst möglichen Stadtparlaments-sitzung den folgenden Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt mit hoher Priorität darauf hinzuwirken, dass die Straßenränder der B3 auf Bad Nauheimer Stadtgebiet in regelmäßigen Abständen – im Sommerhalbjahr mindestens einmal monatlich – gereinigt werden und der Straßenrandmüll, der überwiegend aus Plastikmüll besteht, ordnungsgemäß entsorgt wird.

 

Plakatwand aufgenommen in Friedberg Fauerbach von Dr. M. Düvel

 

 

Kontakt:

Claudia Kutschker
Fraktionsvorsitzende

Dr. Martin Düvel
stellv. Fraktionsvorsitzender